Ausstellungen
Hier finden Sie kurze Beschreibungen zu den Ausstellungen, die bisher im Café Tasso stattgefunden haben, bzw. gerade stattfinden. Die Künstler sind mit jeweils ein bis zwei ihrer Werke vertreten.
Bettina Moras
Ausstellung vom 21. November 2008 - 4. Januar 2009
„Gesichter – nichts anderes ist so voller Ausdruck wie ein Gesicht, das sich zudem in ständigem Wandel befindet.“
Die Faszination, die das menschliche Antlitz auf Bettina Moras ausübt, wird dem Betrachter ihrer Werke schnell offenbar, nimmt doch das Porträt als ‚klassische’ Bildgattung einen auffallend großen Raum in ihrem Schaffen ein.
Was Moras fasziniert, ist nicht nur das psychologische Moment eines Charakterkopfes und dessen Wesensdeutungen. Wichtig bleibt auch stets der malerische Aspekt, die unvergleichlich mannigfaltige und vielgestaltige Binnenstruktur der sich darbietenden Oberfläche, die sie, zum Teil feinmalerisch, teils flüssig-expressiv, nach ihren topographischen Eigenschaften, einer Landschaft gleich, erkundet.
Hierbei werden die Volumen aus einem nuancenreichen Farbauftrag heraus modelliert und bekommen im spannungsreichen, genau beobachteten Spiel von Licht und Schatten Plastizität und Ausdruck.
Mit ebensolcher Konzentration auf die Oberflächenstruktur des jeweiligen Sujets arbeitet Bettina Moras in ihren zumeist kleinformatigen Stillleben. Im eng gefassten Bildausschnitt wird der Gegenstand fokussiert und– so in der anatomischen Untersuchung eines Apfelgehäuses oder einer Knoblauchzehe – in einen sich dem Betrachter öffnendem geheimnisvoll-bizarren Mikrokosmos verwandelt.
Neben der malerischen, die Konturen
mitunter völlig
auflösenden Behandlung, tragen die teils extreme Nahsicht wie auch der
ungewöhnliche Blickwinkel wesentlich zur Steigerung der verfremdenden
Wirkung
des Bildgegenstandes bei.
Die
Auswahl der Bildmotive
bleibt beschränkt:
Früchte, vor allem Äpfel, Bananen oder Zitronen, kombiniert mit
diversen
Küchenutensilien, werden zu kleinen intimen, meist in heiterer,
mediterraner
Farbigkeit gehaltenen Bildwelten komponiert, in denen freilich das
Auftauchen
eines Totenschädels zum irritierenden Moment gerät.
diskontkunst
Ausstellung vom 3. Oktober - 16. November 2008
Vom 3. Oktober bis zum 16. November gab es im Café Tasso die Foto-Ausstellung "diskontkunst" zu sehen.
Den
Anfangs- und Endpunkt dieser Ausstellung
bildete eine Videoinstallation von Smirko
Schütze. Sie wurde zur Vernissage und Finissage
präsentiert.
Den Kern der Ausstellung bildeten die
Werke des Künstlerpaars poca
& thobak aus Berlin und dina, einer
Künstlerin
aus Dänemark, die ihre Fotografien ausstellten.
poca
& thobak halten die Kamera immer im Anschlag und zeigen sieben
Aufnahmen aus ihrem reichen Fundus der letzten drei Jahre. Ihr
Schwerpunkt sind Schwarz-Weiß-Bilder. Für beide sind die Möglichkeiten
ihrer Sony Cybershot ausreichend und die Digitaluhranzeige in der
rechten unteren Bildecke Indiz - es sollen Momentaufnahmen sein.
dina
liebt ihre alte Spiegelreflex-Kamera und
schießt Fotos, die in ihrer Farbgebung Nostalgie aufkommen lassen.
Michael Shwan Foster
Ausstellung vom 15. August - 28. September 2008
Michael
Foster, 1967 in
Maryland (USA) geboren, kam 1986 nach Europa. In dieser Zeit begann er
mit der
Ölmalerei, vorher arbeitete er mit Tinte und Wasser. Er lebte acht
Jahre in Prag
und reist malend und zeichnend durch Europa. Seine letzten
Ausstellungen waren
in Virginia (USA), Prag, Bayern und in der Philharmonie in Berlin.
"I´ve been painting since I was fourteen years old. Back then I felt that making pictures was a kind of magic, a freedom.You can make whatever you want! It´s like opening a window onto absolutely any world. Now I´m forty years old, and that feeling of magic is still growing. I wonder... what is outside the next window?"
Ute Donner
Ausstellung vom 6. Juni - 20 Juli 2008
Inspiration für Ute Donner waren die Werke des Rockpoeten und Baggerfahrers Gerhard Gundermann, liebevoll „Gundi“ genannt, der vor 10 Jahren im Alter von 43 Jahren starb.
Die meisten Werke entstanden bisher zu den bildhaften Texten von Gundi Gundermann, der in seiner wunderschönen Poesie von den einfachen Leuten im Tagebau, von Liebe, Leben, Sterben, Hass, von Verlierern und Gewinnern in Ost und West und von der geschundenen Mutter Erde erzählt.
Vor den Farben der Aktionskünstlerin, die auch leidenschaftlich Friedensbilder auf der Straße malt, ist nichts sicher - Türen, Fenster, Möbel, Fahrräder, Treppen oder Reste der Berliner Mauer, - aber am liebsten malt sie Bilder zu Texten von Liedermachern und eigenen Gedichten, die sich mit der jüngeren deutschen Geschichte und dem alltäglichen Wahnsinn auseinander setzen.
Donners Bilder sind schnörkellos
und haben eine klare
Aussage.
Dabei ist der Text immer in das Bild integriert und
beides bildet eine
Einheit. Gerne verwendet sie Ölfarbe und bedient sich einer
Kratztechnik, die interessante Farbeffekte hervorbringt. Es entstehen
aber auch
Kollagen und Bilder in Mischtechnik.
Ihr Anliegen ist es, die Gedanken und Visionen von Gundi Gundermann, dem Sprachrohr des Ostens, am Leben zu erhalten. Weitere Informationen zu Ute Donner mit einem Klick hier.
Bernhard Ludewig
Ausstellung vom 26. April bis 1. Juni Ausstellung INCAL alias Bernhard Ludewig: Wehret den Anfängern
Politische Lebensmittel, revolutionäre Mode, kontroverse
Spiele und
ambitionierte Hilfsorganisationen: Billige Scherze, von führenden
Akademikern
empfohlen! „Wehret den Anfängern“ zeigt als erste Werkschau
Satiregraphik von
Bernhard Ludewig („Incal“) aus den Jahren 2004 bis 2008. Die
Ausstellung besteht
aus etwa 30 Plakaten und Objekten. Den Schwerpunkt bilden fiktive
Kommunikationsprodukte aus der Parallelwelt des Künstlers.
Bernhard
Ludewig (*1974 in Münster, Pseudonym: Incal) ist Grafiker und
Fotograf. Er lebt und arbeitet in Berlin. Ludewigs grafisches Werk
reicht bis
ans Ende der 80er Jahre zurück. Bereits zu Beginn entwickelte er die
Grundlagen
eines grafischen Stils, den er später selbst als Technischen
Reduktionismus
bezeichnete. Kennzeichnend für Ludewigs frühe Arbeiten ist die
konsequente
Beschränkungauf einegewisse Anzahl grafischer Informationen, etwa Farbe
oder
Bildelemente. So existieren Bilder, die auf einer Palette von 16
distinkten und
nicht mischbaren Farben basieren. In anderen Bildern verwendete er für
einzelne
Bildbereiche (zum Beispiel horizontale Zeilen) jeweils eine eigene
Palette.
Ludewigs Arbeiten aus dieser Zeit wirken oft grobkörnig – auch dies ist
Ausdruck des Bestrebens, die nötige Bildinformation zu reduzieren. In
diesem
Sinne hat Ludewig die zugrundeliegenden und nicht weiter reduzierbaren
Gestaltungs- elemente
auch als „genetischen Code“ des jeweiligen Werkes bezeichnet.
Für
Aufsehen sorgte eine Reihe funktionaler Digitalminiaturen mit 36x36
Bildpunkten, die er Mitte der 1990er Jahren im Zuge seines Projekts
„Mitras“ in
England veröffentlichte. Seit der Jahrhundert- wende konzentriert sich
Ludewig verstärkt
auf satirische Grafiken, die er in der Regel als Produkte einer
fiktiven
Parallelwelt betrachtet. Diese umfasst z.B. Wirtschaftsunternehmen,
Konsumgüter, Hilfsorganisationen, staatliche Stellen und die virtuelle
„Immanuel-Kant-Universität
Königsberg“. Ein wiederkehrendes
Element ist dabei die euphorische Parodie: Ludewig versucht, den
Betrachter
durch strikte Formtreue von zweifelhaften bis absurden Inhalten
abzulenken und
so aufs Glatteis zu führen. Trotz der (häufig polemisch) aufgegriffenen
politischen oder gesellschaftlichen Themen entziehen sich die Werke
jedoch
einer klaren Interpretation. Neben seiner grafischen Tätigkeit arbeitet
Ludewig
heute vornehmlich als Fotograf. Weitere
Informationen:
http://incal.de
Wendy Bell
Crossing Paths - Ausstellung vom
07.03. - 20.04.08
Die
Holzschnitte von Wendy Bell weisen eine breite Palette von figürlichen
und organischen Symbolen auf, die die vielschichtigen Beziehungen
zwischen Menschen, Emotionen, Aktionen und Objekten im modernen Leben
aufdecken und widerspiegeln.
www.wendybell.de
Rudi
Berr
Ausstellung vom 11.
Januar bis 2. März 2008
Zu
einem der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes gehört
das Briesetal. "Kurz nach der Wende entdeckte ich diese zauberhafte
Landschaft für mein künstlerisches Schaffen sowie für meine eigene
Erholung." Im Morgengrauen, eine Stunde vor Sonnenaufgang, geht der
Fotograf nun seit 1991 ganzjährig fast jedes Wochenende durch das
Briesetal. "Bis zum heutigen Tage finde ich immer neue Motive - und der
Erholungswert ist hoch." Seit 35 Jahren widmet sich Rudi Berr voll und
ganz seiner Leidenschaft Fotografie. www.rudiberr.de
Jutta Barth
Weiß
- die Stille des Winters - Pulp Painting
Ausstellung
vom 30. 11. 2007 - 06.01.2008
Winter: Es ist eine Zeit des Rückzugs in die
Innenwelt, der Meditation.
Weiß hebt die dunklen Strukturen hervor, bringt sie ans Licht oder
deckt sie wie der Schnee sanft zu. Ganz so spielt die Künstlerin mit
Strukturen, hebt hervor oder hüllt ein mit der Papiermasse, mit der sie
die Bilder auf dem Schöpfsieb gestaltet. Die Materialien, häufig aus
der Natur, erscheinen neu und vertraut zugleich und regen die eigene
Phantasie an. Im glücklichsten Fall entlassen sie uns mit einem neuen
Blick in unseren Alltag.
www.jutta-barth-pulppainting.de
Wolfgang Skibitzki
Ein neues Menschenbild -
Ausstellung vom 19.10. - 25.11.2007
Ein
neues Menschenbild - es ist Hintergrund für die Gestaltung der
Porträts und porträthaften Bilder des Künstlers W.Ski alias Wolfgang
Skibitzki.
Dem MENSCHSEIN Ausdruck zu geben, scheint wohl die schwierigste Angelegenheit in unseren Beziehungen, insbesondere den Globalbeziehungen. W.Ski weist einen leichten Weg. Auf ihm kann jeder wandeln.
"Der Blick nach INNEN ist EINE Richtung, EINE
Orientierung, EIN Weg, EINE Haltung." Wolfgang
Skibitzki
Ingrid
Berg
Farbträume - Ausstellung vom 31.08. -
14.10.2007
Nach
25 Jahren als
Bildreporterin für die Presse entwickelte Ingrid Berg eine neue
Leidenschaft:
die Malerei und das Gestalten von Collagen.
Ihr Tagesablauf
ist streng
durchstrukturiert – vielleicht ein Überrest ihrer früheren Tätigkeiten
als Leiterin
des Kunstkreuz-Friedrichshain sowie als Fotogaleristin.
Ihre Werke entwickeln sich jedoch intuitiv: „Es sind Bilder, die aus dem Bauch kommen“, so die Künstlerin. Bunt, abstrakt und phantasievoll präsentieren sich die Bilder von Ingrid Berg in ihrer Ausstellung „Farbträume“.
Katja Koslowski
Geschichten auf Leinwand
- Ausstellung vom 03.08 - 26.08.2007
„Arbeiten! Rausch! Gehirn
zerschmettern! Kauen, fressen, schlingen, zerwühlen! Wonnevolle
Schmerzen des Gebärens! Krachen des Pinsels, am liebsten
durchstoßen der Leinwände: Zertrampeln der Farbtuben…“
Mit diesem Zitat Max Pechsteins (1920) sieht auch Katja Koslowski ihre Arbeit treffend beschrieben. Die Künstlerin beginnt mit dem Malen ohne spezielles Motiv vor Augen, sie begibt sich in ihre eigene Welt und lässt sich von Farben, Stimmungen und Musik inspirieren und leiten. Dabei entstehen Bilder, die sie oft selbst überraschen.
Malen als Weg Gefühle und Stimmungen produktiv zu nutzen und somit Erinnerungen an verschiedenste Zeiten des eigenen Lebens zu erhalten – so begreift die 17-jährige Katja Koslowski ihr Werk und Schaffen.
In ihrer ersten Ausstellung „Geschichten auf Leinwand“ bietet die Malerin dem Betrachter einen tiefen und persönlichen Einblick in die eigene Entwicklung. „Meine Bilder sind mir sehr wichtig…, diese mit anderen zu teilen empfinde ich als etwas befremdend, bin aber auf die Reaktionen äußerst gespannt.“
Alexandra
Baur
Habissen?! Ausstellung vom 03.08.
- 26.08.2007
Sie sind
kleine Freunde, die uns immer wenn wir sie sehen ein Lächeln entlocken
wollen. Sie sind wie wir sein "sollten".
Bunt, fröhlich und haben immer Sonne im Herzen. Aber sie sind auch so wie wir "sind".
Krumm und schief und alle ein bisschen anders. Sie sind einfach nicht perfekt.
Annika Pinske
Trügerisch
und deskreptiv - Ausstellung vom 22.07. - 29.07.2007
"Keine
extravagante Beleuchtung, keine ausgefallene Bildkompositionen oder
Posen die zur Affirmation zwingen. Die stilisierte Schlichtheit des
leeren, merkmallosem Raums schafft keinen narrativen Inhalt und rückt
das Individuum in eine beklemmende Isolation."
Annika Pinske, 24-jährige Philosophie- und Literaturstudentin, lebt seit 2004 in Berlin-Friedrichshain und widmet sich in der Freizeit leidenschaftlich dem Theater und der Fotografie. www.zentralperspektive.net
Enrico
Pietracci
Theater des Weiblichen -
Ausstellung vom 04.05. - 17.06.2007
Enrico
Pietracci's Arbeiten zeichnen sich aus durch ein Studium der
ästhetischen und konzeptionellen Darstellung des weiblichen Körpers.
"Für mich besteht eine 'ideale Aktzeichnung' nicht nur im
einfachen Studium
der Figur, sondern in einem 'Stiltheater'; einem Theater, in
dem sich der Schauspieler (das Modell) und der aktive Zuschauer
(Zeichner) zu einer Einheit zu Austausch und dynamischer Kommunikation
zusammenschließen."
www.aktzeichnen-berlin.de

